Phaistos
Fast wie ein eigenständiger See präsentiert sich die nur etwa 5 km Luftlinie von Matala entfernte, langgestreckte Bucht von Vathi. Vom Strand aus ist die Verbindung zum Meer kaum erkennbar, beidseitig ist Vathi von hohen Felsen begrenzt. Bis jetzt gehört der kleine Sand-/Kiesstrand noch zu den Geheimtipps im zentralen Süden von Kreta. Das liegt sicherlich auch daran, dass diese wie ein Fjord geformte Bucht lediglich per Schiff oder sonst nur sehr beschwerlich, und mit normalem Pkw eher gar nicht zu erreichen ist.
Im antiken Griechenland galt der Ölbaum als heiliger Baum der Göttin Athene. Der Sage nach stritten sich Poseidon und Athene um die Vorherrschaft über Athen und Attika, worauf Poseidon in Athen eine Quelle entspringen ließ; Athene aber ließ auf der Akropolis den ersten Ölbaum wachsen. Da entschieden die Athener, dass der Ölbaum nützlicher sei, und so wurde Athene Athens Stadtgöttin. Dieser Ölbaum wurde verehrt und verbrannte, als die Perser die Stadt einnahmen. Doch schon wenige Tage später trieb er wieder aus, was als ein besonders gutes Omen gedeutet wurde. In der Akademie standen die der Athene geweihten unantastbaren Ölbäume; sie stammten der Überlieferung nach vom ersten Ölbaum auf der Akropolis. In Attika war es selbst einem Besitzer verboten, einen Ölbaum zu fällen. Der Siegeskranz, der bei den Olympischen Spielen den Siegern verliehen wurde, wurde aus den Ästen des wilden Ölbaums (kotinos kallistephanos »schönbekränzter Ölbaum«) gewunden. Dieser wurde laut Pausanias, Diodor und Strabon vom daktylischen Herakles – nicht zu verwechseln mit dem gutbekannten Helden – von den Hyperboräern nach Olympia gebracht.
Die Agiofarango-Schlucht befindet sich südlich des Odigitria Klosters und wurde von zwei sich treffenden Rinnsalen geformt. Das eine beginnt nord-nordöstlich bei Gialomonochoro und das zweite nordöstlich, beim Kloster Odigitria. Die beiden Bachbete treffen sich bei dem Kirchlein der Agia Kyriaki und verlaufen zuerst westlich, dann südlich der Kirche und bilden beim Ort Porofarango den Anfang der eigentliche Schlucht, die sich dann ins Libysche Meer öffnet. Diese Mündung bildet einen eng geschlossenen aber sehr malerischen Kieselstrand.
Die Messara-Ebene (griechisch Πεδιάδα Μεσαράς (f. sg.)) ist eine Tiefebene im Süden der griechischen Insel Kreta. Sie liegt überwiegend gut 45 Kilometer südlich der Stadt Iraklio im gleichnamigen Regionalbezirk. Die größten Orte sind Mires (etwa 5.500 Einwohner) und die kleine Hafenstadt Tymbaki.
Im Nordwesten liegt das Ida-Gebirge, das bis zu einer Höhe von 2.456 Metern aufragt. Im Süden wird die Ebene durch das bis zu 1.231 Meter hohe Asteroussia-Gebirge vom südlichen Mittelmeer getrennt. Im Westen grenzt die Ebene an das Mittelmeer.
Die Ebene ist fast 50 Kilometer lang, bis zu acht Kilometer breit und hat eine Fläche von über 150 km². Sie fällt von einer Höhe von 250 Meter im Osten bis auf das Mittelmeer im Westen hin ab.
Durch die fruchtbare Ebene fließt der Fluss Geropotamos, der das Wasser für zahlreiche Anbauflächen liefert, so dass in diesem regenarmen Gebiet intensive Landwirtschaft möglich ist.
Hauptsächlich lebt die Region vom Olivenanbau. Die Bewässerung der Bäume wird durch lokale Brunnen sichergestellt. In der Ebene am Rande des Flusses werden (oftmals in Treibhäusern bzw. auf künstlich bewässerten Flächen) Gemüse und andere Feldfrüchte angebaut. Die Ränder der Ebene sind im Vergleich zu anderen trockeneren Regionen Kretas recht dicht besiedelt.
Der Red Beach (griechisch κόκκινη άμμος (f. sg.), „Roter Sand“) ist ein Strand mit rötlichem Sand in einer Bucht südlich von Matala auf der griechischen Insel Kreta. Eine weitere Red Beach genannte Bucht befindet sich bei Akrotiri auf der griechischen Insel Santorin.
Zu erreichen ist der Strand nach etwa 30 Minuten Fußmarsch vorbei an den römischen Ausgrabungen Matalas und über eine felsige Anhöhe. Der Strand weist kaum Vegetation auf, im Sommer werden gelegentlich Sonnenschirme und Liegestühle vermietet. Er ist eines der Eiablagegebiete der Schildkröte Caretta caretta auf Kreta und daher ein typisches Beispiel für den Konflikt zwischen Tourismus und Naturschutz in Griechenland.
Komos (griechisch Κόμος) ist ein ca. 4 km langer Sandstrand an der Südküste Kretas, zirka 3,5 km oder eine halbe Stunde Fußweg vom Dorf Pitsidia entfernt. Durch die Nord-Süd Ausrichtung des Strandes gibt es bei vorherrschenden Westwinden häufiger hohen Wellengang als an den meisten anderen Ost-West gesteckten Stränden der kretischen Südküste.
Wegen der vermuteten weiteren Altertümer in der Umgebung des teils freigelegten minoischen Hafenortes Kommos darf der Strand von Komos nicht bebaut werden. Er befindet sich in einer von Athen beaufsichtigten archäologischen Schutzzone A. Dadurch ist zu erklären, das trotz der Nähe zu Matala mit seiner kleinen Bucht sich nur wenige Tavernen am Strand von Komos befinden. Auch die im Bestand bedrohten unechten Karretschildkröten (Caretta caretta), welche Komos als Eiablageplatz benutzen, profitieren vom Bauverbot.
Um der auf Kreta drohenden Verwüstung von Ackerland entgegen zu wirken, wurden bereits 1988 erste hydrologische Studien zum Bau eines Staudamms nahe dem Dorf Faneromeni am nordwestlichen Rand der Messara-Ebene vom griech. Landwirtschaftsministerium in Auftrag gegeben.
Im Jahre 1999 begannen daraufhin die Arbeiten für das insgesamt 16,7 Millionen Euro teure Projekt, das 2003 mit der Fertigstellung des 400 m breiten Erddamms abgeschlossen wurde.
Etwa 17 Millionen Kubikmeter Boden wurden für das gewaltige Bauwerk knapp 5 km nordöstlich von Vori bewegt, um ein Wasserreservoir für die Felder der Messara zu schaffen.
Quelle: http://www.kreta-impressionen.de/zentralkreta.php?page=faneromeni
Agia Triada (griechisch Αγία Τριάδα, auch Hagia Triada, Ajia Triada oder Ayia Triada) bezeichnet eine archäologische Ausgrabungsstätte mit den Überresten einer Palastanlage im Süden der griechischen Insel Kreta. Sie befindet sich im Westen der Messara-Ebene in der Gemeinde Festos des Regionalbezirks Iraklio, etwa zwei Kilometer nordwestlich der Ruinen von Phaistos, einer minoischen Palastanlage.
Agia Triada ist nach Phaistos die zweitgrößte Siedlung der minoischen Kultur in der westlichen Messara. Der antike Name der villenähnlichen Palastanlage ist nicht überliefert. Teilweise wurde der Ort mit dem auf Linear-B-Täfelchen genannten pa-i-to (Phaistos) gleichgesetzt, da Agia Triada in der Neu- und Nachpalastzeit der Hauptort der Messara war. Andere Wissenschaftler vermuten die Gleichsetzung des mykenischen Toponyms da-wo mit Agia Triada, das ebenfalls in Linearschrift B überliefert ist.
Die Palastanlage wurde nach der zweischiffigen Kirche der „Heiligen Dreifaltigkeit“ aus dem 14. Jahrhundert auf einem Hügel südwestlich der ehemaligen Palastanlage benannt, die auch der wüstgefallenen mittelalterlichen Siedlung Agia Triada ihren Namen gab. Die minoische Siedlung entstand am Nordabhang einer Hügelkette, die bis nach Phaistos reicht. Nördlich unterhalb der Ausgrabungsstätte bewässert der Geropotamos (Γεροπόταμος) die fruchtbare Messara-Ebene. Der Fluss mündet etwa 3,5 Kilometer westlich von Agia Triada ins Libysche Meer. Der nächstgelegene größere Ort ist Tymbaki nordöstlich der Mündung des Geropotamos mit etwas über 5300 Einwohnern. Agia Triada war durch einen gepflasterten Pfad mit Phaistos verbunden.
Sivas (griechisch Σίβας (m. sg.)) ist ein Ort im Süden der griechischen Insel Kreta am westlichen Ausläufer des Asterousia-Gebirges und gehört zum Gemeindebezirk Tymbaki in der Gemeinde Festos.
Zur türkischen Zeit wurde der Ort Cevahir (türk. Cevahir = Diamant, griechische Form: Τζοβαέρη) genannt. Später setzte sich der Name Siva durch. Um die Herkunft dieses Namens gab es viele Spekulationen, so soll der Name von der ägyptischen Oase Siwa, wo sich das berühmte Orakel des Ammon befand, oder von Silva, dem lateinischen Wort für Wald, ableiten. Sogar der indische Gott Shiva wird als Namensgeber angeführt. Die wahrscheinlichste Erklärung leitet das Wort aus dem Arabischen von dem Wort Siva, was Quelle bedeutet, her.
In neuerer Zeit wurde der ursprünglich weibliche Ortsnamen in das männliche Sivas umgewandelt, um einer Verwechselung mit dem gleichnamigen Ort Siva, der ebenfalls in dem Regionalbezirk Iraklio liegt, zu vermeiden.
Kamares (griechisch Καμάρες (f. pl.)) ist ein Ort im Süden der griechischen Insel Kreta am südlichen Hang des Psiloritis-Gebirges und gehört zum Gemeindebezirk Tymbaki in der Gemeinde Festos. Oberhalb von Kamares in 1525 Metern Höhe befindet sich die Kamares-Höhle (griechisch Σπήλαιο Καμαρών). Hier wurde bei Ausgrabungen minoische Keramik gefunden, die nach dem Fundort als Kamares-Ware bezeichnet wird.
Unterhalb von Matala, noch einige Kilometer südlich des Red Beach, befindet sich in einer der vielen nahezu unbewohnten Regionen auf Kreta die eindrucksvolle „Schlucht der Eremiten“.
Bis in die Anfangsjahre des letzten Jahrhunderts lebten in dieser Schlucht, die an einer schönen Kiesbucht am Meer endet (und auch von Badebooten aus Matala angelaufen wird) viele Eremiten. Sie bewohnten Höhlen in den steilen Felswänden, die auch heute noch – teilweise mit einiger „Kraxelei“ – zu erreichen sind.
Mátala (griechisch Μάταλα (n. pl.)) ist ein Dorf an der Südküste der griechischen Insel Kreta. Nach dem griechischen Mythos war Matala der Ort, an dem Zeus in Stiergestalt mit der von ihm entführten phönizischen Prinzessin Europa an Land ging. Er verwandelte sich hier in einen Adler und brachte Europa weiter nach Gortyn.
Matala zählte 2011 67 Einwohner und ist heute eine Siedlung in der Ortschaft Pitsidia im Gemeindebezirk Tymbaki der Gemeinde Festos.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Matala