Station 23 – Baukelter

23. Baukelter

Herrschaftlicher Wirtschaftsbau, massiv gebaut aus Schilfsandstein. Der Name verweist wahrscheinlich auf einen „Neuen Bau“.

Keltern sind in Weinsberg seit 1312 nachgewiesen.

Ob zu diesem Zeitpunkt die Baukelter schon stand, ist nicht mehr zu klären.

Im Bauernkrieg 1525 ausgebrannt, bis 1531 wieder hergestellt. Beim Stadtbrand 1707 erneut ausgebrannt, bereits 1709 wieder instand gesetzt.

Im Keller befanden sich Fässer mit einem Gesamtvolumen von 205 000 Litern, im Erdgeschoss waren bis zu vier Weinpressen vorhanden. Die darüber liegenden drei Geschosse wurden als Fruchtspeicher genutzt.

1826 erwarb die Stadt Weinsberg das Gebäude von der königlichen Finanzverwaltung.

Beim Luftangriff am 12. April 1945 ausgebrannt, bis 1949 wieder hergestellt.

Von 1949 –1953 beherbergte die Baukelter die Stadtverwaltung. Danach nutzte eine Kinderkleiderfabrik das Gebäude.

1994/1995 Erneuerung und Umbau durch die Stadt Weinsberg. Im Untergeschoss wurde der Helfensteinkeller eingerichtet, im Erdgeschoss der Michael-Beheim-Saal.

Seit 1995 Sitz der Städtischen Musikschule Weinsberg.

 

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