Spätminoischer Friedhof von Armeni

Der spätminoische Friedhof von Armeni (griechisch Υστερομινωϊκό Νεκροταφείο Αρμένων) ist eine minoische Nekropole aus dem 14. Jahrhundert v. Chr. nördlich von Armeni (Αρμένοι), einem Ort im Regionalbezirk Rethymno auf der griechischen Insel Kreta. Bei den seit 1969 freigelegten Grabstätten handelt es sich um in den flachen Felsboden geschlagene Kammergräber, die als Familiengräber dienten. Eine zugehörige Siedlung zu dem etwa 200 Jahre genutzten Friedhof wurde bisher nicht gefunden.
Der spätminoische Friedhof befindet sich an der Straße von Armeni nach Somatas, etwa 1,5 Kilometer nördlich des Ortes Armeni, des Hauptortes des gleichnamigen Gemeindebezirks der Stadt Rethymno. Vor dem Friedhof ist ein kleiner Parkplatz angelegt, neben dem ein eingeschossiges Gebäude der Verwaltung steht. Informationen über die spätminoische Nekropole sind hier nicht zu erhalten, man wird auf die entsprechenden archäologischen Museen in Rethymno und Chania verwiesen, in denen Fundstücke aus den Gräbern aufbewahrt werden. Fünfzehn Meter südwestlich des Gebäudes befindet sich das Eingangstor des umzäunten Friedhofsgeländes, hinter dem sich ein lichter laubwerfender Wald aus Valoneneichen (Quercus ithaburensis subsp. macrolepis), ehemals auch als Knopperneichen oder Arkadische Eichen bezeichnet, sowie Kermes-Eichen (Quercus coccifera) erstreckt, unter denen die Grabstätten freigelegt wurden.

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