Megalopótamos

Der Beginn der ganzjährigen Wasserführung des Megalopotamos ist ein ausgedehntes Quellgebiet im unteren Drittel der Kourtaliotiko-Schlucht, welches dem Bach stets große Wassermengen zuführt. Der im Winter auch im oberen Abschnitt große Wasser- und Geröllmengen führende Bach hat sich dort so tief in die Schlucht eingeschnitten, dass er normalerweise erst auf Meereshöhe austretende wasserführende Gesteinsschichten freigelegt hat. Das meiste Quellwasser tritt seitlich aus den Schluchtwänden aus, um in den einige Meter unterhalb fließenden Bach zu stürzen.
Eine religiöse Legende führt die ungewöhnlich starken Quellen auf einen Heiligen Nikolaus (Agios Nikolaos o Kourtaliotis, Άγιος Νικόλαος ο Κουρταλιώτης, etwa ‚Heiliger Nikolaus der Klapperer‘ bzw. ‚der Lärmende‘) zurück, der an dieser Stelle der Schlucht sieben Mal mit seinem Hirtenstab auf die trockenen Felswände schlug, woraufhin sich sieben Quellen öffneten.
Eine andere Version berichtet davon, dass Agios Nikolaos während einer Dürreperiode einen dort mit ihm lebenden Gefährten zum Bleiben bewegen wollte. Er berührte mit seiner Hand einen Felsen und an den fünf Punkten seiner Finger entsprangen die Quellen. Oberhalb der Quellen ehrt eine vielbesuchte Kapelle den Heiligen, die von der Straße aus durch die Schlucht über eine lange Steintreppe zu erreichen ist. Eine zweite kleinere Kapelle mit Wandmalereien ist dem Agios Georgios geweiht.
Der Megalopotamos bildet unterhalb der größten Quellen einen kleinen Teich, in den das Wasser über einen Wasserfall hinabstürzt. Von dort fließt es an einem kleinen Betondamm vorbei ruhiger in Richtung südlichem Schluchtausgang. Der Bachlauf wird durch Platanen und andere kleinere Bäume abgeschirmt.

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