Chania – Venezianischer Hafen Ostseite

Limani

Der venezianische Hafen (Limani, gr. Λιμάνι „Hafen“) wurde im 14. Jahrhundert durch Aufschüttung einer Mole angelegt, hatte aber durch die geringe Wassertiefe und die ungenügende Abschirmung gegen die Nordwinde keine große Bedeutung. Der heutige Haupthafen von Chania wurde schon frühzeitig in der natürlichen Schutz bietenden Souda-Bucht vier Kilometer südöstlich der Stadt gebaut.

Die Arsenale (Neoria), Steinhallen mit Blei gedeckten Tonnengewölben am Fischerhafen, östlich der Einfahrt des venezianischen Hafens, entstanden 1497. Weitere wurden am östlichen Kai im 17. Jahrhundert errichtet. Von den Gebäuden sind am Südkai noch sieben erhalten geblieben, jedoch heute in einem schlechten Bauzustand. Am Ostkai stehen noch zwei der ursprünglich fünf Arsenale, die in ihrer Gesamtzahl von ehemals 23 Gebäuden dem Schiffbau und Winterlager der Galeeren, wie auch als Depot für Kriegsmaterial dienten.

In der östlich des Hafens gelegenen Sabbionara Bastion ist der seetüchtige Nachbau eines minoischen Schiffes zu besichtigen, die Minoa, und eine Ausstellung über deren Bau, bei dem nur Materialien und Techniken der Bronzezeit eingesetzt wurden.

Hassan-Pascha-Moschee

Der zu Ehren von Küçük Hasan Pascha, dem ersten türkischen Garnisonsführer Chanias, benannte und nach den ehemaligen osmanischen Elitetruppen auch als Janitscharen-Moschee bezeichnete Kuppelbau am venezianischen Hafen wurde kurz nach der türkischen Eroberung Chanias 1645 errichtet. Die seitlichen Portiken mit den sieben kleinen Kuppeln an Nord- und Westseite sind spätere Anbauten ab 1880 an Stelle ursprünglich dachloser Arkaden. Das ehemals vorhandene Minarett wurde um 1920 abgerissen.

Die Moschee des Küçük Hasan („kleinen Hassan“) wurde durch einen armenischen Architekten im klassischen Stil einer Ein-Kuppel-Moschee entworfen. In ihrem Hof war eine Begräbnisstätte für Paschas und Janitscharen eingerichtet. Mit dem Jahr 1923, der Vertreibung der islamisch-türkischen Bevölkerungsgruppe von Kreta im Zuge des Vertrages von Lausanne, endete die Verwendung des Gebäudes als Moschee. Nach zwischenzeitlicher Nutzung als Lagerhaus, Museum und Informationsbüro der Griechischen Fremdenverkehrsorganisation sowie einer Restaurierung 1998 dient das ehemalige Gotteshaus heute als Raum für wechselnde Kunst-Ausstellungen.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Chania

 

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