Blick über die Ostküste bei Itanos

Die Ruinen des antiken Itanos liegen verstreut auf den Hügeln und der Ebene hinter den Stränden, die einst die Häfen der mächtigen Stadt waren. Eindrucksvollstes Bauwerk sind die Reste einer dreischiffigen Basilika aus dem 5. Jhd. Auf den beiden unübersehbaren Hügeln am sind überwiegend Mauerreste der Wohngebäude zu erkennen.
Die Ursprünge der Stadt lassen sich bis in die prähistorische Zeit zurückverfolgen. Die Blütezeit von Itanos als reiche Hafenstadt lag in der klassischen und hellenistischen Epoche. Im 3. und 2. Jhd. v. Chr. war Itanos mit Ägypten verbündet, aus dem Jahr 70 v. Chr. wurde ein Vertrag mit Ägypten gefunden. Ab 140 v. Chr. war Itanos mit Ierapetra verbündet und herrschte mit Ierapetra gemeinsam über ganz Ostkreta.
Im 8. Jhd. wurde Itanos durch ein Erdbeben zerstört und wieder aufgebaut. Im 15. Jahrhundert verödete die Stadt, die Einwohner waren durch Seeräuber vertrieben worden. Erst seit den 50er-Jahren graben hier die Archäologen, seit Beginn der der 90er-Jahre wird systematisch von internationalen Teams geforscht. Auch eine große Nekropole wurde mittlerweile entdeckt.
Die allerletzten „Itaner“ leben in einem großen Bauernhof auf einem leicht zurückgesetzten Hügel, hinter den Ruinen der Basilika, sie leben von der Schaf- und Ziegenzucht.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.