Aussicht beim Bergsturz am Dobratsch

Der Dobratsch war mindestens zweimal Schauplatz eines großen Bergsturzes:

In prähistorischer Zeit stürzten etwa 900 Mio. m³ Gesteinsmassen von der südöstlichen Flanke des Berges in das Gailtal. Dort bedecken sie eine Fläche von etwa 24 km².

Am 25. Jänner 1348 stürzten an der gleichen Stelle, ausgelöst durch ein Erdbeben in Friaul, etwa 150 Mio. m³ ins Tal und verschütteten zeitgenössischen Quellen zufolge 17 Dörfer. Die Bergsturzmassen fielen jedoch auf das unbesiedelte Gebiet älterer Bergstürze.

Durch den Rückstau der Gail, der einen etwa drei Kilometer langen See entstehen ließ, mussten allerdings zwei Dörfer aufgegeben werden. Die letzten Reste des Sees verschwanden erst im 18. Jahrhundert. Dieser Bergsturz ist vermutlich auch durch das feuchte Wetter im Jahr davor und den schneereichen Winter unterstützt worden. Durch die große Feuchtigkeit wurde das Material gelockert, sodass das Erdbeben als Auslöser der Katastrophe diente.

Das Abbruchgebiet am Berg ist heute als Rote Wand bekannt; das Ablagerungsgebiet trägt den Namen Die Schütt und steht unter Naturschutz.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Dobratsch

 

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